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Turnierberichte Erich Salzmann | 27.11.2023 19:20 Uhr | 804x Gelesen

SSC Final 2023 - Vorne nichts neues, dahinter viele frische Gesichter

Bereits Anfang Saison war der Seriensieger als Favorit gesetzt. Er musste nur genügend oft teilnehmen.
Dahinter gab es aber einige neue Gesichter, die das Geschehen aufmischten.

Während der Saison 2023 gab es 106 Turniere mit 156 verschiedenen Teilnehmern, welche insgesamt 901 Teilnahmen verzeichneten.
Vor dem Beginn des Finalturniers lag Alain Vergère mit 1600 Punkten, der Maximal-Ausbeute aus 16 Teilnahmen, 40 Punkte vor Markus von Niederhäusern. Dieser musste auf ein frühes Ausscheiden des Gegners hoffen, wollte er noch den Sieg in der Gesamtrangliste verbuchen. Sein Hauptaugenmerk galt daher eher dem Tagessieg.

Von den qualifizierten Spielern hatten sich 36 angemeldet, so viele wie noch nie. Entsprechend der Rangliste waren jeweils 8 Spieler pro Runde gesetzt, die besten 8 für die Achtelfinals, und dann Runde um Runde früher. Bereits beim Start um 10 Uhr war eine ganze Schar versammelt, entweder um zu spielen, oder zu verfolgen, wie es den Klubkollegen erging. Für alle Teilnehmer gab es ein von Swiss Snooker aus dem Preisgeldtopf finanziertes und von Dani Grüter organisiertes Apéro. Das Buffet mit diversen Brötchen, Käse, Fleisch, Butter und hausgemachten Konfitüren reichte bis weit in den Tag hinein.
Für die Ankündigung, dass es anders als in früheren Jahren nicht nur für den Sieger einen Pokal gibt, sondern welche für die Ränge 1 - 3 und dazu eine mit "Swiss Snooker Cup Finalturnier 2023" signierte Kaffee-Tasse für jeden Teilnehmer, gab es erfreuten Applaus. Die Turnierserie ist ja wirklich für Einsteiger und durchschnittliche Freizeitspieler gedacht, und nicht für die Elite. Also sollen auch möglichst viele Spieler einen Preis erhalten.

Leider mussten sich zwei Spieler krankheitsbedingt kurzfristig abmelden, zwei weitere Spieler tauchten ohne rechtzeitige Abmeldung nicht auf, und einer verliess das Turnier vorzeitig. Ersteres lässt sich leider nicht immer vermeiden, letzteres ist einfach schade und unnötig, je nachdem auch etwas unfair, da Forfait-Siege zu unverdienten Punkten führen und so die Ranglisten verfälschen können.

Aus dem Spielgeschehen picken wir hier nur ein paar einzelne Momente heraus. Die gesamte Tabelle kann jeder selber eingehend studieren. Die Schilderung reflektiert die einzelnen KO-Linien auf der Tabelle.

Nach einem W/O bekundete Junya Ogasawara überraschend grosse Mühe gegen Newcomer Thierry Kohler, den er nur knapp mit 3:2 bezwang. Im Achtelfinal war dann gegen den Favoriten Alain bereits Endstation.

Zwei klaren Siegen konnte Jean-Marc Baltus in WR2 gegen Billy Piller keinen dritten folgen lassen und er musste sein Queue einpacken.

Nach einem Auftaktsieg kam Marc Weibel in den (zweifelhaften) Genuss von zwei W/O, was bedeutete, dass er mehr als 2 Stunden warten musste, bis er endlich gegen Toraman Kocamaz antreten konnte. Nach der 1:0 Führung war dann gegen den vom Pool zum Snooker gestossenen Walliser aber nicht mehr viel zu holen. 1:3 Endresultat.

In einem über 2 Stunden dauernden Abnützungskampf zermürbten sich die Klubkollegen Oliver Gantner und Christian Spilker gegenseitig, wobei am Schluss Christian das bessere Ende für sich behielt. Danach musste er gleich gegen den nächsten Klubkollegen, Neff Chatthong antreten. Da reichte es dann nur noch für einen Framegewinn.

 

Nach einem überdeutlichen Auftaktsieg lag Sener Karakurum im Spiel gegen Rafael Giger bereits 0:2 hinten, und es fehlte ganz wenig, und er wäre gegen den Aufsteiger in die Liga A ausgeschieden. Doch er holte sich Frame 3 und dann auch 4 jeweils ganz knapp, den Decider dann schon deutlicher. In der nächsten Runde, gegen Stéphane Perret, stand am Ende das gleiche Resultat, aber eben nicht für Sener.

Johnny Maldonado kam überhaupt nicht auf Touren, und er musste eher überraschend Rolli Stuber den Vortritt lassen. Gegen Mario Friedli hatte dieser aber kaum eine Chance. Mario besiegt anschliessend auch die beiden Walliser David Martinet und Paul-Alain Wenger.

Hemen Safari konnte mit Siegen über Daniel Vergère, Marco Tapogna, Philipp Dürig und Erich Salzmann als einziger Spieler von ganz hinten bis in den Viertelfinal durchmarschieren, wobei sich Marco und Philipp bis zum Decider wehrten.

 

Sejfullah Jusaj musste nach zwei W/O gegen Konstantin Dushkin antreten. Diesem passierte im ersten Frame ein Überlegungsfehler, als er hinter der angesagten Blauen einen Snooker legte. 5 Foulpunkte, Freeball und dann weitere 8 Score-Punkte trugen zum Framegewinn für Sejfullah bei. Der Kontrast zwischen den beiden Spielern, hier dem oft völlig überhastet spielenden, temperamentvollen Sejfullah, und da dem äusserst methodisch und langsam spielenden Konstantin, könnte kaum grösser sein. Methodik siegte am Ende mit 3:1 über Temperament. Aber Methodik alleine reichte dann gegen Markus von Niederhäusern nur für ein Frame. Talent und die Erfahrung des "Altmeisters" wogen stärker.

Achtelfinals:

Bereits erwähnt: Alain vs Junya 3:0, Toraman vs Marc 3:1, Stéphane vs Sener 3:2, Paul-Alain vs Mario 0:3, Erich vs Hemen 3:0 (W/O), Markus vs. Konstantin 3:1.
Im Duell der Berner Klubkollegen behielt Billy Piller gegen Michael Batt mit 3:2 die Oberhand. Matthias Prisi lieferte dem Liga-A-Spieler Neff Chatthong einen tollen Kampf. Am Ende war ihm Fortuna wohlgesinnt, respektive Neff beging den ultimativen Fehler, als er im Decider nicht nur Schwarz, sondern auch Weiss versenkte.

Viertelfinals:

Alain gewann die ersten beiden Frames gegen Billy dank Breaks von 48 resp. 39 zu null. Dann gelang es Billy, ihm den ersten Frameverlust des Tages zuzufügen. Die nächsten beiden Frames gingen wieder klar an den Favoriten, zum 4:1 Endstand.

Matthias besiegte Toraman in zum Teil sehr engen Frames mit 4:1 und Mario gewann mit dem gleichen Resultat gegen Stéphane. Erich, der wegen dem Forfait seines vorherigen Gegners nochmals antreten durfte, hatte gegen den Vorjahres-Finalisten Markus nicht viel zu melden und verlor mit 0:4.

Halbfinals:

Matthias durfte sich als nächster gegen Alain versuchen, und gewann prompt den ersten Frame. Danach setzte der Favorit zu einer Barrage von Breaks an. Serien von 28, 40, 30 und zuletzt noch das Tages-Höchstbreak von 72 brachten ihm den Finaleinzug.

Mario, der dank 4 Siegen von weit hinten bis in den Halbfinal vorgestossen war, konnte nur in einem Frame mit Markus mithalten, verlor aber auch den zum Endstand von 0:4.

Final:

Damit standen sich am Ende wieder dieselben Protagonisten gegenüber wie im Vorjahr. Natürlich ist Markus als zweimaliger Schweizermeister kein unbeschriebenes Blatt. Die Favoritenrolle war aber klar bei seinem Gegner. Doch davon liess er sich nicht beirren. Er holte sich dank einer 27-er Clearance den ersten Frame auf Schwarz. Nach einem roten Einsteiger sprang ihm die bereits versenkt geglaubte Schwarze aus der Tasche. Alain konterte mit einer 59 und glich aus. Im dritten Frame legte er vor, doch Markus kämpfte sich zurück. Zuletzt lochte er Pink und stellte nicht schlecht auf Schwarz. Aufgrund der etwas weiten Entfernung entschied er sich für eine Verlängerung und spielte mit langem "Schnabel". Im nachhinein wünschte er sich wohl, er hätte es mit dem Hilfs-Queue versucht. Der Frameball zur erneuten Führung ging daneben und Alain versenkte ihn kurz darauf. Mit weiteren Breaks von 32 und 33 erstickte er jegliche Hoffnungen und machte den Deckel drauf.

Swiss Snooker gratuliert allen Spielern zu ihren Leistungen.

Der mit Abstand beste Spieler holte sich den vierten Jahressieg und Finalturniersieg in Folge. Mit dem Höchst-Break des Jahres, einem Maximum von 75 Punkten, und dem Höchst-Break des Finalturniers, einer 72, demonstrierte er seine Fähigkeiten eindrücklich.
Da die Turnierserie in erster Linie auf Einsteiger und durchschnittliche Klubspieler ausgerichtet ist, fehlen ihm allerdings die ernsthaften Gegner und Herausforderer. Man darf gespannt sein, wie er sich am kommenden Wochenende an den Schweizer Meisterschaften in Basel schlägt, wo es um die wirklich wichtigen Titel geht.

Die Leistung von Mario Friedli sei nochmals hervorgehoben. Er hat bewiesen, genauso wie andere in früheren Jahren, dass sich eine Teilnahme am Finalturnier auch für Spieler lohnen kann, die deutlich weiter unten auf der Rangliste klassiert sind.

In der Jahresrangliste konnte sich Stéphane Perret Platz 3 erobern, und das obwohl er in Vetroz den Turniersieg immer Alain überlassen musste.

Auf den Preisgeldplätzen folgen:

4. Matthias Prisi
5. Toraman Kocamaz
6. Paul-Alain Wenger
7. Erich Salzmann
8. Billy Piller
9. Michael Batt

Hier geht's zur Gesamtrangliste.

Herzlichen Dank an Dani Grüter und sein Team für die Durchführung des Finalturniers.

Wir freuen uns auf die (bereits begonnene) Saison 2024 und werden uns bemühen, die SSC-Turnierserie für die vielen Freizeitspieler und Neueinsteiger noch attraktiver zu machen.

 

 

  Termin - Details

25.11.2023
SSC 2023 - FINAL ALL
- Samstag 10:00 Uhr 40er/16 K.O.  Unterentfelden     

 
 
           
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