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Turnierberichte Erich Salzmann | 05.07.2021 16:53 Uhr | 272x Gelesen

Triple Crown im Swiss Snooker Cup perfekt gemacht!

Mit über einem halben Jahr Verspätung konnte endlich das Finalturnier des Swiss Snooker Cup nachgeholt werden. Einer räumte gleich alles ab. Anders gesagt, er holte sich die "Triple Crown" des SSC-2020!

Von insgesamt 50 qualifizierten Spielern meldeten sich 29 für das endlich stattfindende SSC-Finale 2020 an. 2 Spieler traten dann jedoch nicht an, einer davon aus Krankheitsgründen.
Die besten 8 der Rangliste waren schon für die Achtelfinals qualifiziert. Die nächsten 8 waren für die Runde davor gesetzt. Die Restlichen mussten bereits eine Runde vorher beginnen. Da die Rangliste nicht unbedingt aussagekräftig ist in Bezug auf die Stärke einzelner Spieler, sondern vor allem viel damit zu tun hat, wie oft jemand im Laufe des Jahres teilgenommen und folglich Punkte gesammelt hat, war das Tableau auch dementsprechend durchmischt.

Der Ranglistenerste Alain Vergère und der Titelverteidiger Stefan Schneider waren in der gleichen Tableauhälfte und deshalb war eine Wiederholung des letztmaligen Finals nicht möglich. In den unteren Tableauhälfte war mit Dardan Haziri nur ein einziger Nati-A-Spieler anzutreffen. Stéphane Perret, aktuell Dritter in der B-Liga, traf bereits im Achtelfinal auf den Favoriten Vergère, konnte ihm zwar ein Frame abknüpfen, musste sich dann aber doch mit 1:3 geschlagen geben.

In vielen Partien gab es keinen klaren Favoriten und es war kaum voraussehbar, wer sonst noch in die letzten Runden einziehen würde.
Vitja Fitim hatte im vierten Frame gegen Sener Karakurum bereits Matchball, konnte aber den Sack nicht zumachen. Das Momentum ausnutzend, konnte Sener dann auch den Decider gewinnen. Eigentlich hätte man denken können, dass er nun im Rhythmus sei, aber gegen Billy Piller konnte Sener nicht am vorherigen Erfolg anknüpfen. Billy gewann mit 3:1 und trat im Viertelfinale gegen Dardan Haziri an.

Stefan Schneider und Alain Vergère konnten ihre Viertelfinals jeweils deutlich gewinnen, wobei Vergère einen Frame an Bamo Safari abtreten musste, in den anderen Frames aber Breaks von 46, 45, 39, 36 und 27 erzielte.

Billy Piller startete gut und ging gleich mit 2:0 in Führung. Dardan Haziri kämpfte sich zurück. Im vierten Frame lochte Billy Blau mit extrem steil gehaltenen Queue und schaffte auch noch den Zugball zurück auf die nahe an der Bande bei der Mitteltasche liegende Pink. Diese lochte er zwar, schaffte aber die Position auf Schwarz nur ungenügend. Dardan glich aus zum 2:2. Im fünften Frame brauchte Dardan auf Pink bereits einen Snooker, als Billy nach einem Stoss von der Bande der Spielball unglücklich fiel. Dardan nahm das Geschenk zur 3:2 Führung dankend an, lochte Pink und Schwarz. Damit schwang das Pendel eindeutig auf die andere Seite und Dardan konnte den Einzug in den Halbfinal mit dem sechsten Frame sicherstellen.

Am anderen Tisch kämpfte sich derweil Ajmal Zaman nach 0:2 Rücklage gegen Yannick Etter zurück und glich zum 2:2 aus. Etter holte sich danach Frame fünf. Zaman glich erneut aus. Wie bei einem Decider häufig der Fall, spielten die Nerven den beiden Kontrahenten tüchtig mit. Schlussendlich konnte Etter Pink zum Sieg einlochen, nachdem Zaman diese direkt vor der Mitteltasche liegen liess.

Die Halbfinalpaarungen lauten:
Vergère vs Schneider und Haziri vs Etter.

Der Halbfinal zwischen dem Gesamtranglistenersten und dem Titelverteidiger hielt was er versprach. Alain gewann den ersten Frame, Stefan konnte einen sehr taktischen Frame zum Ausgleich verbuchen. Alain legte wieder vor und doppelte dann gleich nach, zur 3:1 Führung. Im fünften Frame lag Alain zwar mit 22 Punkten vorne, aber nach einem Lochfehler kam Stefan mit einer starken 42-er Clearance wieder auf 2:3 heran. Und er holte auch den sechsten Frame und erzwang den Decider.
Die Nerven waren spürbar. Alain konnte mit einem 28-er Break vorlegen. Nach einem Safety-Fehler konnte aber Stefan die Grüne aus steilem Winkel in die schwarze Ecke lochen und den Spielball bis auf Braun zurückziehen. Er lochte auch Braun bis Pink. Schwarz lag an der Seitenbande. Das Double gelang nicht ganz. Wenige Stösse später behielt Alain die Nerven. Obwohl Weiss fast an der Bande im Baulk lag, lochte er die lange Schwarze zum Finaleinzug. DerTitelverteidiger war nach äusserst spanndendem und attraktivem Kampf geschlagen. Video hier ansehen (Qualität suboptimal. Sorry.)

Der andere Halbfinal bot deutlich weniger Spektakel. Etter konnte zwar noch zum 1:1 ausgleichen, danach war aber der Saft etwas draussen. Mit guten Bällen, aber ohne höhere Breaks konnte Haziri in den Final einziehen.
Damit stand diejenige Finalpaarung, welche schon am Morgen früh als wahrscheinlichste Variante zu erwarten war.




Alain legte gleich mal mit einem starken Frame vor. Dardan schien aber sein bestes Snooker tatsächlich für den Final aufgespart zu haben, und glich aus. Danach holte Alain die nächsten beiden Frames und brauchte nur noch einen einzigen für Turniersieg und Titel. Dardan wehrte sich jedoch, spielte ein schönes 28-er Break und verkürzte auf 2:3. Alain liess sich aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und machte im sechsten Frame alles klar.
Gratulation zu Tagessieg, Jahressieg und Höchstbreak! Sieg auf der ganzen Linie! Die "Triple Crown" war perfekt! Video hier ansehen (Qualität suboptimal. Sorry.)
Gratulation auch an Dardan zum Finaleinzug und dem dritten Gesamtrang.
Pascal Ulrich trat zwar an, fühlte sich etwas krank (nein, kein Covid, getestet!), konnte aber trotz Niederlage im Achtelfinal den zweiten Gesamtrang halten.

Herzlichen Dank auch an Franz und das Bentelis Team für Organisation und Verpflegung, sowie an Mike Wapf für den Schiedsrichtereinsatz.

Etwas Werbung in eigener Sache:
Einmal mehr hat sich der Snooker Cup als tolle Turnierserie bewiesen, die auch für Neueinsteiger besonders ideal ist. Viele Spieler konnten so in einem Club in ihrer Nähe mal etwas Turnierluft schnuppern und dabei feststellen, dass sie bald einmal auch mithalten können. Und eine ganze Reihe dieser Neueinsteiger hat sich nun im 2021 für eine Lizenz entschieden, um auch mal an etwas längeren Wettkämpfen mit 15 Roten teilzunehmen. Als Medienverantwortlicher beobachte ich diese Entwicklung nun schon ein paar Jahre. Ich empfehle jedem Klub, an dieser Turnierserie teilzunehmen. Sie ist ein idealer Einstieg, ermöglicht ein Ausprobieren ohne sich gleich zu verpflichten, erfordert kein besonderes Tenue. Gleichzeitig ergibt sich auch immer wieder die Möglichkeit, mit "Gastspielern" aus anderen Klubs zu spielen, so dass man nicht immer nur die gleichen Gegner hat.
Toll, dass 2021 nun auch der Klub in Martigny dabei ist! Und es ist überhaupt noch nicht zu spät, um noch in der Saison 2021 mitzumachen.
Mindestanforderung wären 2 Tische (ermöglicht realistisch ein Abendturnier für bis zu 8 Spieler). SSC-Turniere können auch an einem Wochenende stattfinden. Detaillierte Auskunft gibt der Vorstand gerne.

Für Statistikliebhaber hier nochmals ein paar Zahlen:

  • Anzahl Turniere: 71
  • Anzahl Teilnehmer: 136
  • Anzahl Teilnahmen: 725 (Pot 2020: CHF 3700.-)
  • Schnitt pro Turnier: 10 Spieler
  • Ranglistenerster: Alain Vergère (Siehe Gesamtrangliste)
  • Höchstbreak: Alain Vergère mit 75 Punkten
  Termin - Details

03.07.2021   bis   04.07.2021
SSC Final 2020 ALL
- Samstag 10:00 Uhr 32er/16 K.O.  Bern     

 
 
           
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