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27.12.2026
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Turnierberichte Diverse | 02.11.2026 11:38 Uhr | 85x Gelesen

Die letzten Kugeln sind gelocht, und somit auch die Würfel gefallen

Liga A, Basel

Beim letzten QT der Liga A fehlten nur Denys Khmelevskiy und Daniel Meyer (gesundheitshalber). Alle anderen Spieler gaben nochmals alles, um entweder über einem der drei "Striche" zu bleiben, bzw. um sich für das Finalturnier eine möglichst gute Ausgangslage zu erspielen. 

Nachdem in der ersten Runde alle Spiele zu 0 entschieden wurden, war die zweite Runde deutlich umstrittener. Allen voran die beiden Partien Alain Vergère vs Marc Schlatter und Jenson Schmid vs Dardan Haziri, welche über die volle Distanz gingen und sehr spannende Frames boten. Die ganz grosse Überraschung war der 3:0 Erfolg von Tom Zimmermann gegen Jonni Fulcher, der nach einem Walk-Over noch kalt war. Und der Ranglistenführende hatte auch in der Hoffnungsrunde grosse Mühe, setzte sich aber dann doch noch mit 2:1 gegen Dirk Siegenthaler durch. 

Während Jonni sich nur mit Mühe durch das Turnier würgte und den ganzen Tag lang kein einziges Break über 20 zustande brachte, produzierte Risto Väyrynen mit einem Century in Viertelfinal einen tollen Höhepunkt – Gratulation!

Ebenfalls im Viertel-Finale bot die Partie Tom Zimmermann vs Dardan Haziri ein sehr spannendes und ausgeglichenes Match, welches Tom im Decider für sich entscheiden konnte. Leider musste er danach aus gesundheitlichen Gründen das Turnier aufgeben und ermöglichte so Jonni Fulcher den direkten Durchmarsch ins Finale gegen Alain Vergère.

Dieses wurde wegen der schon fortgeschrittenen Zeit, und weil das Ergebnis die Rangliste in keinerlei Hinsicht mehr beeinflusste, in sehr offensiver Kurzform gespielt. Das Publikum wurde dadurch kurz und heftig unterhalten und quittierte dies mit Lachern und Szenenapplaus. Gewonnen wurde das Finale von Jonni, der einmal mehr bewies, dass man auch mit seinem B-Game ein Turnier gewinnen kann.

Mit seinem dritten QT-Sieg in dieser Saison ist Jonni Fulcher klarer Jahressieger, vor Alain Vergère und Risto Väyrynen. Weil er nicht teilnahm, rutschte Denys noch auf Platz 5 ab, bei nur drei Teilnahmen aber trotzdem ein hervorragendes Ergebnis. Marc Schlatter gewann in der Hoffnungrunde das direkte Duell gegen Fidan Qerkinaj mit 2:1 und sicherte sich dank der Viertelfinalteilnahme nur 13 Punkte vor Fidan noch den achten Platz und damit die Teilnahme an den Finalspielen. 

Falls keiner für die nächste Saison verzichten will, dann spielen Pascal Waser und Dirk Siegenthaler die Barrage, während Pascal Ulrich und Daniel Meyer direkt absteigen.
 

Liga B, Adliswil

Die Tische gebürstet, geblockt und gebügelt, die Bälle blitzblank: Alles war bereit für die letzten Entscheidungen. Wer kann noch welche Chance nutzen – Barrage, direkter Aufstieg oder die Qualifikation für die B-SM? Alle Spieler erschienen pünktlich, gut gelaunt und in froher Erwartung der hohen Breaks, die angepeilt waren. Ab hier nun der Tatsachenbericht:

Man spürte die Anspannung bei einigen Spielern, bei denen es noch um viel ging. Die Ranglisten wurden studiert, Diskussionen hüben wie drüben geführt: Reicht es noch? Welchen Rang muss ich heute erspielen? Was? Mist, ich habe die Rangliste ohne die Streichresultate angeschaut, ich bin ja gar nicht sicher qualifiziert! Das Training lief so schlecht, ich treffe nichts. Bei mir war es genau umgekehrt: Im Training lochte ich hohe Breaks, aber heute waren es keine drei Bälle hintereinander und so weiter

Die ersten Partien in der Gruppe 1 versprachen schon viel. Umar legte gleich mit einem 2:0 gegen Ott und einem 29er-Break vor. Raffi war noch müde, konnte aber Balaban in die Knie zwingen. Reto zeigte im gesamten Verlauf praktisch keine Schwäche; nur gegen Umar sah er bis kurz vor Schluss wie der Verlierer aus, konnte sich dann aber noch retten. Das Gleiche passierte Umar auch gegen Raffi: Er gab ganz am Ende den Sieg aus der Hand und fand sich schliesslich enttäuscht auf dem dritten Gruppenrang wieder. 
Beda Ott zeigte gegen Raffi eine tolle Leistung, leider reichte es trotzdem nicht ganz. Balaban kam erst beim letzten Gruppenspiel in Fahrt und erzielte mit einer 33 das höchste Break dieser Gruppe. Doch dieses Spiel blieb aus seiner Sicht der einzige Lichtblick an diesem Tag. Somit durften Reto und Raffi in die K.-O.-Runde einziehen. Es sei noch anzumerken, dass alle von Raffi gewonnenen Partien 2:1 ausgingen. Später dazu mehr.

Und plötzlich sah Raffi die Chance, sich doch noch für die SM zu qualifizieren, während Reto merkte, dass er die Spitze der Rangliste übernehmen konnte.

In der Gruppe 2 zeigte Luke eine tolle Leistung; das Highbreak des Tages mit 34 Punkten gab es als Dessert obendrauf. Nur gegen Johnny, der unbedingt in die K.-O.-Runde einziehen musste, um noch an der B-SM teilzunehmen, wankte er kurz. Für Johnny reichte es leider nicht. Auch seine weiteren Spiele wirkten ein wenig verkrampft, und so kam es, wie es im Sport manchmal läuft: kurz vor der Ziellinie abgefangen. Am Ende fehlten nur 21 Punkte. Eine zweite Open Teilnahme hätte ihm die benötigten Punkte locker eingebracht.
Marco spielte gute Frames, aber es reichte leider nicht, um eines davon zu gewinnen. Kopf hoch, bald läuft es wieder besser! Bei Oliver lief es runder: Er kämpfte in jedem Spiel, und der Sieg im Duell gegen Marcel half ihm dabei, den zweiten Platz in der Gruppe hinter Luke zu sichern.

Damit standen die Halbfinals an. Raffi, der laut eigenen Aussagen eigentlich gar nicht gut spielte, zeigte plötzlich Kampfqualitäten – die B-SM fest vor seinem geistigen Auge. Das Spiel gegen Luke wogte hin und her. Das dritte Frame wurde zu einem Shootout, in dem Raffi die entscheidenden Bälle lochte und wie aus heiterem Himmel im Finale stand. Und übrigens: Auch hier hiess es am Ende wieder 2:1. 

Reto zeigte gegen Oliver, bei dem die Luft ein wenig draussen war, eine tolle Leistung. Mit diesem Sieg stand er nun bereits auf Platz 1 der Rangliste und stand als Direktaufsteiger in die Liga A fest (im Fernduell mit Aizaz, Stéphane und Ali Sina). Gab es zur Krönung nun noch den QT-Sieg?

Das Finale wurde von einer Live-Band im Hintergrund begleitet. Die Lautstärke war, wie schon in den vorherigen Runden, teilweise ein bisschen zu viel des Guten. Aber Raffi, nun beflügelt und trotz verlorenem ersten Frame, holte sich mit gutem Kampf und der wirklich tollen Mithilfe von Glücksgöttin Fortuna auch dieses Spiel mit 2:1 – und damit den Turniersieg sowie die Qualifikation für die B-SM. 
Reto konnte die beiden letzten Stösse von Raffi auf Pink und Schwarz nur noch bestaunen und ihm anschliessend gratulieren.

Wir gratulieren allen Beteiligten zu den guten Spielen. Es gab keine Diskussionen und immer faire «Miss»-Entscheidungen untereinander.

Dani Holliger, Turnierleiter
 

Liga B, Vetroz

Im kleinsten Teilnehmerfeld mit nur 8 Spielern traten gleich zwei der Top-4 Spieler an.

Stéphane Perret gewann seine Gruppe vor Thierry Kohler. Allerdings hatten sich drei Spieler reihum geschlagen, so dass nur Framedifferenz und Breaks den Ausschlag gaben. Jean-Marc Baltus landete auf dem undankbaren dritten Platz.

Weil Ali Sina Nijati gegen Fabrice Loffredo verlor, belegte er hinter diesem nur Rang zwei in der anderen Gruppe. Folglich mussten nun die beiden Top-Spieler schon im Halbfinal gegeneinander antreten. Erst im Decider ging das Spiel zugunsten von Ali Sina aus, dem danach im Final auch die Revanche gegen Fabrice gelang.

Die Folge davon... nein, die kommt erst nach dem Bericht aus Bern!

 

Liga B, Bern

Die letzte Qualifikationsturnierrunde der Liga B in Bern bot nochmals alles, was das Snookerherz begehrt: spannende Begegnungen, überraschende Wendungen und einen packenden Kampf um die letzten wichtigen Punkte. Am Ende durfte sich Billy Piller als verdienter Tagessieger feiern lassen. Im clubeigenen Finalduell setzte er sich gegen Michael Batt mit 2:1 durch.

Zwölf Spieler, zwei Gruppen und ein klarer Favorit
Pünktlich um 10.00 Uhr starteten die zwölf Teilnehmer in zwei Sechsergruppen in den Turniertag. Als grosser Favorit auf den Tagessieg galt Aizaz Mumtaz, der erst eine Woche zuvor beim Bümpliz Open mit seiner Finalteilnahme überzeugt hatte. Doch auch einige andere Spieler wollten bei der Vergabe des letzten QT-Titels ein gewichtiges Wort mitreden.

Gruppe 1 – Mumtaz verliert den Faden
Zunächst schien alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Aizaz Mumtaz startete mit drei Siegen und setzte sich an die Spitze der Gruppe. Marcel Ammann und Paulo Martins hielten jedoch Schritt und blieben dem Favoriten dicht auf den Fersen.
Gabriel Kalina, Martin Dulka und Nino Bracher mussten dagegen bereits früh erste Niederlagen hinnehmen.
Doch dann kam die überraschende Wende! In seiner vierten Begegnung liess sich Mumtaz aus der Ruhe bringen. Sein sonst so sicheres und kontrolliertes Spiel begann zu wackeln. Niederlagen gegen Marcel Ammann und Paulo Martins warfen ihn auf den dritten Gruppenrang zurück.
Eine bittere Enttäuschung für den Favoriten, denn damit verpasste Mumtaz nicht nur den Einzug ins Halbfinale, sondern auch die dringend benötigten Punkte für den direkten Aufstieg in die Liga A.

Gruppe 2 – Piller souverän, Kampf um Platz zwei dramatisch
In der zweiten Gruppe zeigte Billy Piller von Beginn weg, dass mit ihm an diesem Tag zu rechnen war. Ohne eine einzige Niederlage und mit lediglich einem verlorenen Frame marschierte er souverän durch die Gruppenphase und sicherte sich den Halbfinaleinzug.
Deutlich spannender verlief der Kampf um den zweiten Platz. Michael Batt und Nicola Canetto lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das knapper kaum hätte ausfallen können. Am Ende entschied ein einziges Frame zugunsten von Batt, der sich damit das zweite Halbfinalticket sicherte. Canetto musste sich mit dem undankbaren dritten Gruppenrang begnügen.
Der sonst so solide Roland Bürki liess an diesem Tag zu viele Möglichkeiten ungenutzt und beendete die Gruppenphase auf Rang vier. Philipp Dürig und Carsten Kruppert belegten die Plätze fünf und sechs.

Halbfinale – Zwei Clubkollegen auf Finalkurs

Michael Batt – Marcel Ammann 2:0
Michael Batt zeigte im ersten Halbfinale eine konzentrierte Leistung. Während das erste Frame noch hart umkämpft war und nur knapp an Batt ging, konnte er das zweite deutlich für sich entscheiden. Mit einem verdienten 2:0 zog er ins Finale ein.

Billy Piller – Paulo Martins 2:1
Im zweiten Halbfinale wurde es richtig spannend. Paulo Martins gelang es als erstem Spieler an diesem Tag, Billy Piller ernsthaft unter Druck zu setzen. Das erste Frame entschied Martins erst auf die letzte schwarze Kugel für sich.
Plötzlich musste Piller einem Rückstand hinterherlaufen – eine Situation, die er während der gesamten Gruppenphase nicht erlebt hatte.
Doch Piller bewies Nervenstärke. Mit solidem Matchplay, Geduld und der nötigen Ruhe fand er zurück in die Partie. Er gewann die beiden folgenden Frames und drehte das Match zum 2:1.
Damit stand fest: Das Finale würde zu einem Duell zweier Clubkollegen werden!

Finale – Piller dreht die Partie

Billy Piller – Michael Batt 2:1
Das Endspiel begann ganz nach dem Geschmack von Michael Batt. Er fand schnell seinen Rhythmus, nutzte seine Chancen und ging verdient mit 1:0 in Führung.
Doch wie so oft im Snooker kann sich das Blatt schnell wenden. Batt verlor zunehmend seinen Spielfluss, während Piller immer besser in die Partie fand.
Mit seiner gewohnt ruhigen und soliden Spielweise übernahm Piller das Kommando. Er sicherte sich zunächst den Ausgleich und liess anschliessend auch im entscheidenden dritten Frame nichts mehr anbrennen.
Mit dem 2:1-Finalsieg krönte sich Billy Piller zum Sieger der sechsten und letzten QT-Runde der Liga B in Bern!

Ein verdienter Erfolg nach einer starken Gruppenphase und zwei gewonnenen Entscheidungsspielen, in denen er auch seine kämpferischen Qualitäten unter Beweis stellen musste.

Mit diesem Turnier ging die letzte QT-Runde der Liga B zu Ende. Der Tag bot nochmals spannende Matches, überraschende Resultate und einige dramatische Entscheidungen.

Ein herzliches Dankeschön geht an Turnierleiter Beat Habegger für die Organisation und Durchführung sowie an das gesamte Team Benteli’s für die gewohnt herzliche Gastfreundschaft.

Die Endergebnisse einer spannenden Saison

Weil er als einziger der Top-4 ein QT ausgelassen hatte, konnte Reto Pignatelli voll punkten. Weil gleichzeitig Aizaz einbrach, und weil Ali Sina im Direktduell gegen Stéphane diesen schon im Halbfinal ausbremste, holte sich Reto den Jahresieg, vor Ali Sina. Stéphane und Aizaz haben aber trotzdem noch die Chance, sich via die Barrage für die Liga A zu qualifizieren. 

Die Barrage-Spiele können dieses Jahr entweder wie früher ebenfalls während den SM-Finalspielen in Basel ausgetragen werden, wozu wir die Spieler ermutigen. Sollte es aber den betroffenen Spielern nicht möglich sein dort anzutreten, kann flexibel ein anderer Termin und Turnierort vereinbart werden. 
Die Spieler werden nun kontaktiert. Nur wer auch wirklich in der nächsten Saison in der Liga A spielen möchte, darf dann auch die Barrage spielen. Falls jemand verzichtet, kann gemäss Reglement nachgerückt werden.
Wir erwarten von den betroffenen Spielern eine definitive Antwort bis spätestens am 15.11.2026.

Am Strich bei Rang 16 war der Kampf sehr eng. Nur gerade 25 Punkte ist Rang 20 hinter dem Strich. Gleich drei Spieler hätten mit einer zweiten Open-Teilnahme (praktisch garantiert) oder mit einer nur um einen Rang besseren Ergebnis die Chance gehabt, diese Linie zu überspringen. Und so kann nun Marco Tapogna, der an QT6 gar nicht teilnehmen konnte, davon profitieren und doch noch in der Endrunde antreten. Und wer weiss, er wäre nicht der Erste, der das Feld von hinten aufrollt. 

Nächster Treffpunkt für die Liga-B Spieler: 28.11.26 in Vetroz für die Achtel- und Viertelfinals. Welche vier Spieler holen sich das Ticket für die Endrunde in Basel?

  Termin - Details

31.10.2026
SM 2026 - QT-A - R6 ALL
- Samstag 10:00 Uhr 16er D.K.O. L8  Basel     

 
 
           
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