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Turnierberichte Oliver Gantner | 02.10.2026 17:15 Uhr | 11x Gelesen

Basel Open 2026: Jenson Schmid verteidigt seinen Titel

Am 26. und 27. September traf sich die Schweizer Snookerszene zum Basel Open. Von den 22 angemeldeten Spielern nahmen 21 am Turnier teil. Am Samstag wurden in drei Vorrundensessions die Plätze für das Finalfeld ausgespielt, am Sonntag folgte die K.-o.-Phase. Viele enge Partien, sehenswerte Breaks und überraschende Resultate prägten das Wochenende. Auch abseits der Tische blieb die Atmosphäre kollegial und fair.

Samstag: Vorrunde mit persönlichen Bestleistungen und Überraschungen


Für das sportliche Ausrufezeichen des ersten Tages sorgte Jenson: Der jüngste Teilnehmer feierte am Samstag seinen 17. Geburtstag und beschenkte sich mit einem sehenswerten 62er-Break im ersten Frame des Tages gleich selbst. Denn dieses blieb das höchste Break des Turniers und brachte Jenson später den Highest-Break-Preis ein.

Trotz eines schwierigen Starts gelang Mahdyar eine persönliche Turnier-Bestleistung. Gegen Stefan Schön erzielte er ein 42er-Break, gewann den Frame jedoch nur knapp mit 66:63. In der ersten Morgengruppe qualifizierten sich Branko mit makelloser Bilanz und Christian Spilker für den Finaltag.

In der Mittagssession setzte Marcel gegen Kevin ein Ausrufezeichen. Nach einem 23er-Break und dem 66:32 im ersten Frame glich Kevin zwar mit 55:23 aus, doch Marcel gewann den Decider mit 49:46 und damit die Partie 2:1. Yuanzhang revanchierte sich gegen Ali Sina für seine Niederlage in der 4. Runde der SM QT der Jugend am derselben Spielstätte in der Vorwoche. Ali Sina fand danach zurück in die Erfolgsspur und qualifizierte sich ebenso für den Sonntag wie weitere Favoriten.

Die Abendsession wartete mit einer ungewöhnlichen Ausgangslage auf, weil Nicola sich ausgerechnet in einer Dreiergruppe zum Rückzug gezwungen sah. So spielten Sener und Stefan Hardegger den Gruppensieg direkt untereinander aus. Sener gewann 2:0; beide hatten sich damit bereits für den Finaltag qualifiziert. Die zweite Abendgruppe brachte mehrere enge Partien, war aber trotzdem schon gegen 21 Uhr abgeschlossen – anders als bei einigen früheren Ausgaben des Basel Open.

Sonntag: Entscheidungen im K.-o.-Modus


Die Achtelfinals wurden weiterhin im Best-of-3-Modus gespielt, ab dem Viertelfinal im Best-of-5. Umar setzte sich im Achtelfinal mit 2:1 gegen Kevin, den Turniersieger von 2024, durch. Besonders im zweiten Frame überzeugte Umar mit präzisem Lochspiel und guten Positionswechseln – links- wie rechtshändig.

Pascal Ulrich und Marcel Reichen lieferten sich unterdessen ein über zweistündiges Marathon-Match. Marcel, der am Vortag Kevin geschlagen hatte, startete stark; Pascal gewann schliesslich den Decider 3:2 und zog ins Viertelfinal ein.



Jenson besiegte Sayit 3:0, während Stefan S. ebenfalls ohne Frameverlust gegen Yuanzhang gewann. Umar und Pascal lieferten sich eine enge Fünf-Frame-Partie, die Umar mit 3:2 für sich entschied. Sein höchstes Break betrug 35 Punkte. Im Duell zwischen Sener und Ali Sina fiel die Entscheidung im vierten Frame: Nach einem Snooker und Freeball kam Ali Sina beinahe noch einmal zurück. Sein Versuch, den Spielball hinter Blau zu verstecken, liess jedoch wenig Spielraum für Ungenauigkeit. Sener nutzte diese und gewann den Frame sowie die Partie 3:1. Damit standen Jenson, Umar, Sener und Stefan S. im Halbfinal.

Jenson traf dort auf Umar, der im Viertelfinal über zwei Stunden gespielt hatte. Jenson gewann in rund 56 Minuten 3:0. Umar setzte im ersten Frame mit einem 24er-Break noch einen Akzent, danach übernahm Jenson: Er gewann den zweiten Durchgang 52:7 mit zwei Aufnahmen über 20 Punkte und entschied den dritten mit einem 52er-Break und 60:1 für sich.

Im zweiten Halbfinal konnte Stefan S. trotz eines Breaks von 21 Punkten im ersten Frame und einem weiteren 21er-Break im zweiten, das ihm einen klaren 82:2 Frame-Gewinn einbrachte, das Match vorerst nur ausgeglichen gestalten. Sener holte anschliessend die beiden folgenden Durchgänge und damit den Finaleinzug. Sener hatte sich mit dem Gruppensieg und Erfolgen gegen Ali Sina und Stefan S. gegen starke Konkurrenz durchsetzen müssen und sich verdient bis ins Endspiel gearbeitet.

Finale: Titelverteidigung ohne Frameverlust


Jenson gewann die ersten beiden Frames mit 71:30 und 66:35; dabei gelangen ihm Aufnahmen von 24 beziehungsweise 32 Punkten. Der dritte Frame war enger: Nach einem umkämpften Verlauf feierte Jenson mit einem 58:43 Frame Gewinn einen 3:0 Finalsieg für sich.
Damit verteidigte Jenson seinen Titel aus dem Vorjahr. Er blieb während des gesamten Turniers ohne Frameverlust und erzielte mit 62 Punkten das höchste Break. Für Sener bedeutete der Finaleinzug seinen bisher grössten Erfolg beim Basel Open.

Ein gelungenes Turnierwochenende

Neben Jenson und Sener prägten auch andere Spieler das Turnier: Umar steigerte sich im Verlauf des Wochenendes und schlug den ehemaligen Basel-Open-Sieger Kevin. Marcel sorgte mit seinem Vorrunden-Sieg gegen Kevin ebenfalls für eine Überraschung.

Ein grosses Dankeschön gilt allen 21 Teilnehmern für ihren Einsatz, ihre Fairness und ihren sportlichen Ehrgeiz sowie den Helferinnen und Helfern und der Turnierleitung, die das Basel Open ermöglicht haben. Herzliche Gratulation an Jenson Schmid zur Titelverteidigung und an Sener Karakurum zum starken zweiten Platz! 

  Termin - Details

26.09.2026   bis   27.09.2026
Basel Open ALL
- Samstag 9:00 Uhr Groups  Basel   
- Samstag 13:00 Uhr Groups  Basel   
- Samstag 17:00 Uhr Groups  Basel   
- Sonntag 10:00 Uhr 16er K.O.  Basel     

 
 
           
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